SOTA und POTA am Großen Waldstein – die zweite Aktivierung des Tages
SOTA Aktivierung DM/BM-165 · POTA · DLFF · WCA
Nach unserer erfolgreichen Aktivierung des Großen Kornbergs war der Funktag für Marco und mich noch nicht beendet. Wenn man schon eine längere Anfahrt ins Fichtelgebirge auf sich nimmt, bietet es sich an, eine weitere Referenz sinnvoll damit zu verbinden.
Unsere zweite Station war deshalb der Große Waldstein mit der SOTA-Referenz DM/BM-165.
Vom Kornberg aus sind es noch knapp 20 Kilometer bis dorthin und der Waldstein liegt für uns ohnehin schon wieder ungefähr in Richtung Heimfahrt. Also passte das hervorragend in unsere Tour.
Gleichzeitig konnten wir dort wieder mehrere Referenzen aktivieren:
- SOTA: DM/BM-165 – Waldstein
- POTA: DE-0031 – Naturpark Fichtelgebirge
- POTA: DE-0732 – Großer Waldstein Natura 2000
- WWFF: DLFF-0058 – Naturpark Fichtelgebirge
- WCA: DL-03141 – Burgruine Rotes Schloss
Damit wurde aus unserer Tour wieder eine schöne Kombination verschiedener Outdoor-Funkprogramme.
Kurzer Weg, beeindruckende Felsen
Der Große Waldstein gehört zu den eher komfortabel erreichbaren SOTA-Gipfeln. Man kommt mit dem Fahrzeug recht weit hinauf, und mit dem Waldsteinhaus befindet sich sogar ein Gasthof im Gipfelbereich.
Bis zum eigentlichen Gipfel und zum Aussichtspunkt ist dann nur noch ein überschaubarer Fußweg zurückzulegen.
Langweilig ist dieser kurze Weg trotzdem nicht.
Gerade der Gipfelbereich macht den Waldstein landschaftlich besonders interessant. Überall liegen gewaltige Granitblöcke und Felsformationen, die teilweise wie übereinandergestapelt wirken. Charakteristisch ist dabei die sogenannte Wollsackverwitterung, durch die die Granitfelsen ihre abgerundeten Formen erhalten haben.
Dazwischen führt der Weg hinauf zum Aussichtspunkt „Schüssel“.
Der Aufstieg über die in und zwischen den Felsen verlaufenden Stein- und Holzstufen sieht nicht nur beeindruckend aus, sondern macht auch richtig Spaß. Oben angekommen wartet ein kleiner Aussichtspavillon direkt auf dem höchsten Felsen des Waldsteins.
Und die paar zusätzlichen Höhenmeter lohnen sich.
Von dort oben hat man bei entsprechendem Wetter eine herrliche Aussicht über das Fichtelgebirge und weit darüber hinaus. Nachdem das Wetter an diesem Tag ohnehin bestens mitspielte, mussten wir natürlich auch dort hinauf.
Auf 20 und 40 Meter lief es wieder hervorragend
Zunächst stand aber natürlich die Funkaktivierung auf dem Programm.
Wie zuvor am Großen Kornberg waren wir auch am Waldstein auf 20 und 40 Meter in SSB unterwegs.
Nach dem Aufbau setzte ich wieder über Ham2K einen Self-Spot ab. Danach dauerte es nicht lange, bis Betrieb auf der Frequenz war.
Die QSOs kamen zügig ins Log und auch diesmal wurden es deutlich mehr Verbindungen, als für eine erfolgreiche Aktivierung notwendig gewesen wären.
Wenn es so läuft, macht SOTA und POTA natürlich besonders viel Spaß. Man hat die Aktivierung schnell sicher im Log und kann anschließend ganz entspannt weiterfunken, ohne irgendeiner bestimmten Zahl hinterherlaufen zu müssen.
Eine besondere Summit-to-Summit-Verbindung
Besonders gefreut hat mich ein Summit-to-Summit-QSO mit Tobias, DC3TC. Wir kennen uns schon sehr lange, hatten uns aber ebenso lange nicht mehr gesehen oder über Funk gehört. Umso schöner war es, ihn gestern wieder einmal auf dem Band zu treffen – und dann gleich von Gipfel zu Gipfel.
Tobias war ebenfalls bei einer SOTA-Aktivierung unterwegs, sodass neben dem Wiederhören auch noch eine S2S-Verbindung ins Log kam. Hat mich wirklich sehr gefreut, vielen lieben Dank!
Der Waldstein ist auch ohne Funk einen Besuch wert
Neben der Schüssel mit ihrem Aussichtspavillon prägen vor allem die großen Granitformationen das Gelände. Dazu kommen die historischen Überreste der früheren Befestigungen und der bekannte Teufelstisch.
Gerade diese Mischung aus Wald, mächtigen Granitfelsen, Geschichte und Aussicht macht den Waldstein zu einem interessanten Ziel – ganz unabhängig davon, ob man eine Funkstation im Rucksack hat oder nicht.
Zwei Aktivierungen – eine Tour
Damit war unsere zweite Aktivierung des Tages ebenfalls erfolgreich abgeschlossen.
Die Entscheidung, Großen Kornberg und Großen Waldstein miteinander zu kombinieren, hat sich gelohnt. Die beiden Ziele liegen nah genug beieinander, sodass man nicht für jede Referenz eine eigene längere Anfahrt einplanen muss.
Am Waldstein passte dann ebenfalls alles: schönes Wetter, eine beeindruckende Landschaft und Funkbedingungen, bei denen auf 20 und 40 Meter reichlich QSOs in SSB zusammenkamen.
Nach dem Funkbetrieb und einem letzten Blick über die Landschaft wurde schließlich zusammengepackt und die Heimfahrt angetreten.
Ein langer, aber rundum gelungener Aktivierungstag im Fichtelgebirge ging damit zu Ende.
Verwendetes Equipment:
- Yaesu FT-891 Transceiver
- JPC-12 Antenne
- IPad mit App: Ham2K
- LiFePo4 Akku 8 Ah
- Radtel RT-950 Pro (für APRS)




