SOTA am Entenbühl – wenn die Bänder einfach mitspielen
SOTA-Aktivierung – DM/BM-323 · POTA DE-0024 · DLFF-0093
Heute ging es für uns wieder hinaus zu einer SOTA-Aktivierung. Ziel war diesmal der Entenbühl mit der Referenz DM/BM-323 im Nördlichen Oberpfälzer Wald.
Ein unbekanntes Ziel ist der Entenbühl für mich nicht. Ich habe ihn in der Vergangenheit bereits mehrmals aktiviert und komme immer wieder gerne hierher. Eine große Fernsicht darf man zwar nicht erwarten, denn der Gipfel liegt mitten im Wald, dafür hat die Gegend ihren ganz eigenen Reiz.
Mit 900 Metern Höhe und 10 SOTA-Punkten ist der Entenbühl zudem eine der höheren Referenzen in unserer Gegend.
Diesmal kamen wieder drei Programme zusammen:
- SOTA: DM/BM-323 – Entenbühl
- POTA: DE-0024 – Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald
- WWFF: DLFF-0093 – Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald
Ein kurzer Weg durch den Wald
Ausgangspunkt ist das Sport- und Skilanglaufzentrum Silberhütte am Fuße des Entenbühls. Von dort ist der Weg hinauf erfreulich überschaubar. Nach ungefähr 600 Metern Fußmarsch ist man bereits im Gipfelbereich.
Der Weg ist stellenweise etwas steinig, aber ohne große Anstrengung zu bewältigen. Gerade das gefällt mir dort: Man läuft durch den Wald, hat einen schönen natürlichen Weg unter den Füßen und ist trotzdem relativ schnell am Ziel.
Kurz unterhalb des eigentlichen Gipfels öffnet sich der Wald etwas und man erreicht die kleine Hubertuskapelle mit dem großen hölzernen Kreuz.
Die Kapelle hat eine interessante Geschichte. Das kleine Bauwerk wurde ursprünglich 1938 als Bunker errichtet. Erst viele Jahrzehnte später, im Jahr 1998, baute der Oberpfälzer Waldverein den ehemaligen Schutzbunker zu einer Kapelle um.
Heute wirkt der Platz friedlich und fast ein wenig idyllisch – von seiner ursprünglichen militärischen Nutzung ist auf den ersten Blick nicht mehr viel zu erahnen.
Mein bewährter Funkplatz am Entenbühl
Direkt bei der Kapelle befindet sich ein Picknicktisch, den ich schon bei früheren Aktivierungen gerne für meine Funkstation genutzt habe. Warum also lange nach einem anderen Platz suchen?
Ausrüstung auf den Tisch, Antenne aufbauen und los ging es.
Das Wetter spielte ebenfalls mit. Man merkt inzwischen zwar deutlich, dass der Sommer langsam zu Ende geht und eine Jacke nicht mehr verkehrt ist, trotzdem hatten wir schönes Spätsommerwetter mit viel Sonne.
Für eine kleine Wanderung und ein paar Stunden draußen war das genau richtig.
Auf 40 Meter ging es sofort los
Den Funkbetrieb begann ich auf 40 Meter in SSB.
Nach dem Self-Spot über die Ham2K App musste ich nicht lange auf die ersten Antworten warten. Im Gegenteil: Es ging praktisch sofort los und die QSOs kamen zügig hintereinander ins Log.
Anschließend wechselte ich auf 20 Meter, und dort setzte sich das Ganze fort.
Am Ende kamen deutlich mehr Verbindungen zusammen, als ich bei einer normalen Aktivierung unbedingt erwartet hätte. Solche Tage hat man nicht immer. Manchmal muss man sich jedes einzelne QSO erarbeiten und an anderen Tagen scheint nach dem ersten CQ plötzlich alles zu passen.
Heute war eindeutig einer dieser guten Tage.
Besonders gefreut habe ich mich wieder über die vielen bekannten Rufzeichen und Stimmen. Einige hört man bei SOTA und POTA regelmäßig, andere nach längerer Zeit plötzlich wieder. Genau diese Begegnungen auf den Bändern gehören für mich inzwischen genauso zu einer Aktivierung wie das eigentliche Erreichen der Referenz.
Ein schöner Spätsommertag im Oberpfälzer Wald
Nach dem Funkbetrieb wurde wieder zusammengepackt und es ging gemütlich zurück Richtung Silberhütte.
Keine große Bergtour, kein spektakulärer Aussichtsgipfel und diesmal auch kein Kampf um die notwendigen QSOs. Stattdessen eine kleine Wanderung durch den Wald, Sonne und frische Luft und ein Funkbetrieb auf 40 und 20 Meter SSB, bei dem es einfach hervorragend lief.
Der Entenbühl hat damit einmal mehr gezeigt, warum ich gerne hierherkomme.
Ein alter Bekannter – und auch nach mehreren Aktivierungen immer wieder einen Besuch wert.
Verwendetes Equipment:
- Yaesu FT-891 Transceiver
- JPC-12 Antenne
- IPad mit App: Ham2K
- LiFePo4 Akku 8 Ah
- Radtel RT-950 Pro (für APRS)



