Kösseine – SOTA, POTA und WWFF bei bestem Wetter im Fichtelgebirge

Blick von der Kösseine Richtung Tal, SOTA AKtivierung DG4KAI 29.09.2026

SOTA-Aktivierung – DM/BM-154 · POTA · WWFF

Heute ging es gemeinsam mit Marco wieder hinauf ins Fichtelgebirge. Unser Ziel war die Kösseine, ein Gipfel, den ich bereits von früheren Aktivierungen kenne und immer wieder gerne besuche. Bei herrlichem Spätsommerwetter Ende September waren die Voraussetzungen für einen schönen Tag auf dem Berg jedenfalls bestens.

Auch diesmal ließen sich gleich drei Aktivierungsprogramme miteinander verbinden:

  • SOTA: DM/BM-154 – Kösseine
  • POTA: DE-0031 – Naturpark Fichtelgebirge
  • WWFF: DLFF-0659 – Gipfel der Großen Kösseine

Granit, Blockmeer und ein besonderer Gipfel

Die Kösseine gehört mit ihren markanten Granitformationen zu den charakteristischen Gipfeln des Fichtelgebirges. Besonders auffällig ist der Doppelgipfel aus Großer und Kleiner Kösseine. Im Bereich der Großen Kösseine erstreckt sich ein mächtiges Granitblockmeer, das dem Gipfel sein unverwechselbares Aussehen gibt.

Dieser Bereich steht bereits seit 1940 unter Naturschutz. Das Schutzgebiet umfasst rund 15,8 Hektar und gerade die weitgehend offenen Blockfelder bieten seltenen Moosen und Flechten besondere Lebensbedingungen.

Auch geschichtlich hat die Kösseine einiges zu erzählen. Urkundlich erwähnt wurde sie bereits im Jahr 1283. Später entwickelte sich der Berg zu einem beliebten Ausflugsziel und wurde ab dem späten 19. Jahrhundert zunehmend touristisch erschlossen. Der steinerne Aussichtsturm auf dem Gipfel stammt aus dem Jahr 1924.

Mit dem Kösseinehaus direkt unterhalb des Gipfels ist der Berg heute gut erschlossen. Trotzdem sind es vor allem die großen Granitblöcke und die Landschaft rund um den Gipfel, die für mich den besonderen Charakter der Kösseine ausmachen.

Perfektes Wetter für die Aktivierung

Heute zeigte sich der Spätsommer noch einmal von seiner besten Seite. Viel Sonne, ein weitgehend blauer Himmel und zeitweise Temperaturen, bei denen es sogar richtig warm wurde.

Nach dem Aufbau ging es ohne große Umwege direkt an den Funkbetrieb.

40 Meter – und das Pile-up war da

Nach den Erfahrungen der vergangenen Tage begann ich wieder auf 40 Meter in SSB. Das Band hatte bei meinen letzten Aktivierungen hervorragend funktioniert und genau dort machte es heute weiter.

Nach dem Self-Spot dauerte es nicht lange, bis die ersten Stationen antworteten. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich wieder reger Betrieb und das Log füllte sich entsprechend schnell.

Dabei waren auch zahlreiche bekannte Stimmen und Rufzeichen. Besonders gefreut habe ich mich, Gerald, DL8RBS, nach längerer Zeit wieder einmal auf dem Band zu hören. Auch Rudi, DJ6RY, war wieder dabei – ebenso wie viele andere Funkfreunde, die mittlerweile regelmäßig bei meinen Aktivierungen im Log auftauchen.

Gerade das macht solche Aktivierungen für mich inzwischen zusätzlich interessant. Zwischen all den Rufzeichen erkennt man immer häufiger eine Stimme und weiß schon nach wenigen Worten, wen man gerade wieder auf der Frequenz hat.

71 QSOs in knapp einer Stunde

Nachdem der erste große Andrang auf 40 Meter langsam nachließ, wechselte ich auf 20 Meter SSB.

Dort ging es zwar etwas ruhiger zu, trotzdem kamen auch auf 20 Meter noch zahlreiche Verbindungen zustande. Am Ende hielten sich die beiden Bänder bei der Zahl der QSOs sogar beinahe die Waage.

Als ich schließlich das Log betrachtete, standen dort 71 QSOs.

Begonnen hatte die Aktivierung gegen 14 Uhr, ungefähr eine Stunde später war der Funkbetrieb bereits beendet. 71 Verbindungen in knapp einer Stunde sind für meine Aktivierungen ein wirklich guter Schnitt und deutlich mehr als üblich.

Vor allem aber lief der Betrieb angenehm rund: Spot setzen, CQ rufen und anschließend konzentriert die anrufenden Stationen abarbeiten. Genau so macht eine Aktivierung Spaß.

Ein Spätsommertag, der sich gelohnt hat

Nach dem Funkbetrieb blieb natürlich noch etwas Zeit, die Kösseine selbst zu genießen.

Die eindrucksvollen Granitformationen, das Kösseinehaus und die Aussicht vom Gipfel machen den Berg auch unabhängig vom Amateurfunk zu einem schönen Ziel. Und wenn dann noch die Bedingungen auf den Bändern mitspielen, passt eigentlich alles zusammen.

Mal sehen, welcher Gipfel als Nächstes ruft.

Verwendetes Equipment:

  • Yaesu FT-891 Transceiver
  • JPC-12 Antenne
  • IPad mit App: Ham2K
  • LiFePo4 Akku 8 Ah
  • Radtel RT-950 Pro (für APRS)
DG4KAI beim Funken auf der Kösseine