Dreifach-POTA-Aktivierung am 29. August

POTA Aktivierung bei Ursensollen. Picknicktisch mit Funkausrüstung und JPC12 Vertikalantenne

Ohne Internet und ohne Spot zum erfolgreichen Abschluss

Am 29. August stand erneut eine POTA-Aktivierung auf dem Programm. Diesmal befand sich unser Standort innerhalb von gleich drei POTA-Referenzen:

  • DE-0018 – Naturpark Hirschwald
  • DE-0926 – Erzweg
  • DE-0927 – Jurasteig

Der Funkbetrieb fand ungefähr zwischen 14:30 und 16:00 UTC statt. Das Wetter spielte mit und auch die Gegend bot wieder beste Voraussetzungen für einen schönen Nachmittag mit portablem Amateurfunk. Funktechnisch lief es diesmal allerdings deutlich zäher.

Kein Internet, kein Spot

Am Standort gab es überhaupt keine Internetverbindung. Damit fiel auch die Möglichkeit weg, die Aktivierung wie gewohnt selbst im POTA-Netzwerk zu spotten.

Also blieb zunächst nur die klassische Variante: Frequenz suchen und CQ rufen. Und davon gab es diesmal reichlich. Trotz vieler und langer CQ-Rufe kamen allerdings kaum Antworten zurück.

Dabei herrschte auf den Bändern keineswegs Ruhe – ganz im Gegenteil. Teilweise waren die Bänder so voll, dass es schon schwierig war, überhaupt eine freie Frequenz zu finden. Ob ein Contest oder eine andere größere Aktivität dafür verantwortlich war, konnte ich vor Ort nicht feststellen. Für meine eigenen CQ-Rufe gab es jedenfalls nur wenige Abnehmer.

FT8 rettet die Aktivierung

Letztlich waren es wieder die digitalen Betriebsarten, die für die notwendigen QSOs sorgten. Die Anzahl der Verbindungen blieb zwar überschaubar, reichte aber aus, um alle drei POTA-Referenzen erfolgreich zu aktivieren.

Mit einem Spot wäre vermutlich deutlich mehr möglich gewesen. Aber auch solche Aktivierungen gehören zum Amateurfunk: An einem Tag läuft es beinahe von selbst, am nächsten muss man sich jedes QSO erarbeiten. Genau diese unterschiedlichen Bedingungen machen für mich einen Teil des Reizes aus.

Spotten ohne Internet

Wieder zu Hause, habe ich mich deshalb etwas intensiver mit der Frage beschäftigt, wie sich eine POTA- oder SOTA-Aktivierung auch ohne vorhandene Internetverbindung spotten lässt.

Dabei bin ich auf eine interessante Möglichkeit via HF-Aussendung auf Basis von FT8 gestoßen. Erste Tests zu Hause waren bereits erfolgreich und das Verfahren scheint grundsätzlich zu funktionieren.

Bei einer der nächsten Portabelaktivierungen ohne Mobilfunkempfang werde ich das Ganze unter realen Bedingungen ausprobieren. Wenn es dort genauso funktioniert wie bei meinen ersten Tests, dürfte das künftig eine sehr nützliche Alternative sein, wenn vom Aktivierungsstandort kein normaler POTA- oder SOTA-Spot möglich ist.

Unterm Strich war es trotz der etwas mühsamen Bedingungen eine schöne Aktivierung bei gutem Wetter – und das wichtigste Ziel wurde erreicht: DE-0018, DE-0926 und DE-0927 erfolgreich aktiviert.

Verwendetes Equipment:

  • Yaesu FT-891 Transceiver
  • JPC-12 Antenne
  • IPad mit Apps: iFTx, Ham2K
  • DigiRig Interface
  • LiFePo4 Akku 8 Ah
DG4KAI bei FT8 Funkbetrieb während POTA Aktivierung. Bild von oben