YAESU FT-891 – Portabel Transceiver
Mein neuer Begleiter für SOTA, POTA und Portabelbetrieb
Nach mehr als zehn Jahren mit meinem bewährten YAESU FT-857 ist es Zeit für etwas Neues. Der FT-857 hat mich auf unzähligen portablen Aktivitäten begleitet und wird auch keineswegs komplett ausgemustert. Aber für meine zukünftigen SOTA- und POTA-Aktivierungen übernimmt nun hauptsächlich ein neuer Transceiver diese Aufgabe: Yaesu FT-891.
Dabei geht es gar nicht darum, dass der alte FT-857 seine Aufgabe nicht mehr erfüllen würde. Ganz im Gegenteil. Er hat über viele Jahre zuverlässig seinen Dienst verrichtet und wird sicherlich auch weiterhin hin und wieder zum Einsatz kommen. Nach so langer Zeit hatte ich aber einfach Lust auf etwas neuere Technik – und so ist der FT-891 bei mir eingezogen.
Das Konzept bleibt dabei im Grunde gleich: Ein kompakter und robuster Transceiver, eine portable Stromversorgung, Antenne und das notwendige Zubehör – alles einpacken und raus zum Funken.
Der FT-891 ist dabei ein reiner HF- und 50-MHz-Transceiver. Im Gegensatz zum FT-857 bietet er also keinen 2-m- und 70-cm-Betrieb. Für meinen geplanten Einsatzzweck spielt das allerdings kaum eine Rolle, denn der Schwerpunkt meiner portablen Aktivitäten liegt ohnehin auf der Kurzwelle.
SSB, FT8 und FT4
Auch bei den Betriebsarten ändert sich bei mir zunächst nicht besonders viel.
Der FT-891 wird hauptsächlich für SSB sowie für digitale Betriebsarten eingesetzt. Insbesondere FT8 und FT4 gehören für mich mittlerweile beim Portabelbetrieb einfach mit dazu.
Damit kann ich je nach Aktivierung und Bedingungen flexibel entscheiden, wie ich QRV werde. Gerade bei SOTA und POTA finde ich diese Flexibilität interessant. Man weiß schließlich vorher nie ganz genau, welche Bedingungen einen am Aktivierungsort erwarten.
Die ersten Einsätze hat er bereits hinter sich
Ganz neu und unbenutzt ist mein FT-891 allerdings nicht mehr.
Seine erste Felderfahrung hat er bereits bei einem Aufenthalt an der Ostsee gesammelt. Dort konnte ich das Gerät erstmals unter echten Portabelbedingungen ausprobieren und mich mit der Bedienung und dem neuen Setup vertraut machen.
Damit war die erste Bewährungsprobe schon einmal bestanden.
Und die nächste größere Reise steht ebenfalls bereits fest: Der FT-891 wird mich mit auf die Balearen begleiten. Dort soll er bei verschiedenen portablen Aktivitäten zum Einsatz kommen – natürlich wieder im Rahmen von POTA – Parks on the Air und gegebenenfalls SOTA – Summits on the Air.
Technische Daten des YAESU FT-891
Der FT-891 ist als kompakter HF/50-MHz-Allmode-Transceiver ausdrücklich auch für den Mobil- und Portabelbetrieb konzipiert. Einige der wichtigsten technischen Daten:
- Frequenzbereich Sender: 1,8 bis 54 MHz auf den Amateurfunkbändern
- Empfangsbereich: 30 kHz bis 56 MHz
- Betriebsarten: SSB (LSB/USB), CW, AM und FM sowie DATA-Betriebsarten
- Sendeleistung: bis zu 100 Watt in SSB, CW und FM
- AM-Sendeleistung: bis zu 25 Watt
- Versorgungsspannung: 13,8 V DC ±15 %
- Stromaufnahme beim Empfang: ca. 2 A
- Maximale Stromaufnahme beim Senden: ca. 23 A
- Abmessungen: ca. 155 × 52 × 218 mm
- Gewicht: ca. 1,9 kg
- Antennenanschluss: 50 Ohm
- Frequenzstabilität: ±0,5 ppm bei SSB/CW/AM
- 3-kHz-Roofing-Filter
- 32-Bit-DSP zur digitalen Signalverarbeitung
- Funktionen wie DNR, Auto-Notch, Contour und APF zur Signal- und Störungsbearbeitung
- Quick Spectrum Scope
- USB-Schnittstelle für CAT-Steuerung sowie PTT/RTTY-Steuerung
- Anschlussmöglichkeit für den optionalen FC-50-Antennentuner
- Unterstützung für YAESUs ATAS-Antennensysteme
- Großes Hauptabstimmrad und drei programmierbare Funktionstasten an der Front
Gerade die Empfängertechnik und die Möglichkeiten der digitalen Signalverarbeitung sind für mich interessante Unterschiede zu meinem inzwischen doch etwas in die Jahre gekommenen FT-857.
100 Watt aus einem kompakten Gehäuse
Für den Portabelbetrieb ist natürlich auch die Größe interessant. Mit rund 1,9 Kilogramm ist der FT-891 zwar alles andere als ein ultraleichter QRP-Transceiver. Dafür stehen bei entsprechender Stromversorgung bis zu 100 Watt Ausgangsleistung zur Verfügung.
Das ist für mich ein guter Kompromiss.
Natürlich muss bei einer SOTA-Aktivierung jedes zusätzliche Gramm auf den Berg getragen werden. Andererseits möchte ich nicht ausschließlich auf QRP festgelegt sein. Je nach Aktivierung, Antenne und Stromversorgung kann ich die Leistung entsprechend anpassen und habe bei Bedarf genügend Reserven.
Gerade im Urlaub oder bei POTA-Aktivierungen, bei denen der Weg vom jeweiligen Transportmittel zum Aktivierungsort überschaubar ist, spielt das Gewicht ohnehin eine etwas kleinere Rolle.
Ich bin jedenfalls gespannt, welche Gipfel, Parks, Länder und Funkverbindungen der FT-891 in den kommenden Jahren noch erleben wird.
Vielleicht steht er ja irgendwann genauso im Regal wie heute der FT-857 – mit jeder Menge Geschichten im Gepäck.
Bis dahin heißt es aber erst einmal:
Rucksack packen, Antenne einpacken und raus zum Funken.
73 und auf viele schöne portable QSOs!
