SOTA und POTA am Großen Kornberg bei bestem Spätsommerwetter

Großer Kornberg im Fichtelgebirge. Blick vom Aussichtsturm richtung Süden

SOTA Aktivierung DM/BM-153 · POTA · DLFF

Gestern war wieder einmal Zeit für eine gemeinsame SOTA- und POTA-Tour. Diesmal war ich zusammen mit Marco unterwegs und unser erstes Ziel des Tages war der Große Kornberg mit der SOTA-Referenz DM/BM-153.

Der Kornberg ist für mich kein unbekanntes Ziel. Ich war schon öfter dort und habe den Gipfel auch bereits mehrmals aktiviert. Trotzdem komme ich immer wieder gerne hierher. Die Gegend ist landschaftlich schön, oben wartet der Aussichtsturm und Amateurfunk lässt sich dort wunderbar mit einer kleinen Tour durch die Natur verbinden.

Außerdem kamen bei dieser Aktivierung gleich mehrere Referenzen zusammen:

  • SOTA: DM/BM-153 – Großer Kornberg
  • POTA: DE-0031 – Naturpark Fichtelgebirge
  • POTA: DE-0757 – Fränkischer Gebirgsweg
  • WWFF: DLFF-0058 – Naturpark Fichtelgebirge

Eine schöne Kombination also, bei der sich mit einem Standort gleich mehrere Outdoor-Funkprogramme bedienen ließen.

Erst einmal hinkommen …

Die Anreise war diesmal etwas länger. Rund 60 Kilometer lagen vor uns, wobei uns unterwegs eine Autobahnsperrung nach einem Unfall etwas ausgebremst hat. Dadurch ging ein wenig Zeit verloren, aber irgendwann waren wir dann doch am Ziel.

Bei solchen etwas weiter entfernten Aktivierungen versuche ich ohnehin, die Fahrt sinnvoll zu nutzen und mehrere Referenzen miteinander zu verbinden. Wenn man schon eine längere Strecke zurücklegt, muss man schließlich nicht für jede einzelne Aktivierung an einem anderen Tag erneut losfahren.

Das spart Sprit und damit Geld und vermeidet gleichzeitig unnötige Fahrten und vor allem umweltschädliche Emissionen.

Deshalb sollte der Große Kornberg auch nicht unsere einzige Aktivierung an diesem Tag bleiben. Rund 20 Kilometer entfernt wartete später noch eine weitere Referenz auf uns.

Welche das war, kommt im nächsten Bericht.

Bestes Wetter auf dem Kornberg

Oben angekommen, hatten wir richtig Glück mit dem Wetter.

Die Temperaturen lagen bei sommerlichen gut 20 bis etwa 25 Grad, dazu ungefähr 5/8 Bewölkung. Nicht zu heiß, nicht kalt und zwischendurch genügend Sonne – für eine portable Funkaktivierung nahezu ideale Bedingungen.

Der Große Kornberg ist für mich ohnehin ein schöner Platz. Gerade wenn das Wetter mitspielt, kann man hier problemlos etwas länger bleiben, ohne dass aus der Aktivierung eine reine Pflichtveranstaltung wird.

Und natürlich gehört bei einem Besuch auch der Aussichtsturm dazu.

Ein Spot – und schon ging es los

Funktechnisch konzentrierte ich mich diesmal auf 40 und 20 Meter in SSB.

Nach dem Aufbau setzte ich über Ham2K einen kurzen Self-Spot ab – und danach ging es ziemlich schnell.

Die ersten Stationen kamen herein und innerhalb kurzer Zeit standen mehr als genügend QSOs im Log. Genau so darf eine Aktivierung gerne laufen.

Sobald die erforderlichen Verbindungen geschafft sind, wird der Funkbetrieb automatisch entspannter. Man muss nicht mehr auf die Anzahl der QSOs achten, sondern kann einfach weiterfunken, weitere Chaser mitnehmen und sich auch einmal etwas mehr Zeit für das eine oder andere Gespräch nehmen.

Besonders schön finde ich dabei immer wieder die bekannten Stimmen und Rufzeichen.

Manche Stationen hört man bei SOTA und POTA regelmäßig. Andere Rufzeichen tauchen plötzlich wieder auf, obwohl man sich vielleicht schon längere Zeit nicht mehr auf den Bändern begegnet ist.

Beides freut mich sehr.

Mit der Zeit entsteht dadurch eine Gemeinschaft, bei der man viele Leute zunächst nur über ihr Rufzeichen oder ihre Stimme kennt – und trotzdem freut man sich über jedes erneute QSO.

SOTA, POTA und WWFF an einem Standort

Auch die Kombination der verschiedenen Referenzen machte die Aktivierung interessant.

Mit DM/BM-153 war der Große Kornberg selbst unsere SOTA-Referenz. Gleichzeitig befanden wir uns im Naturpark Fichtelgebirge DE-0031, der bei Parks on the Air geführt wird.

Hinzu kam DE-0757, der Fränkische Gebirgsweg, der ebenfalls als POTA-Referenz geführt wird.

Und schließlich gehört der Naturpark Fichtelgebirge im WWFF-Programm zur Referenz DLFF-0058.

Genau solche Überschneidungen nehme ich natürlich gerne mit. Die Station steht ohnehin, Antenne und Funkgerät sind aufgebaut – also können die gültigen Referenzen auch entsprechend geloggt werden.

Noch ein Blick vom Turm

Nachdem der Funkbetrieb so problemlos gelaufen war, blieb genügend Zeit, die Tour auch abseits des Funkgeräts zu genießen.

Also ging es noch hinauf auf den Aussichtsturm.

Wenn man schon auf dem Großen Kornberg ist, gehört das für mich einfach dazu. Von oben noch einmal in Ruhe die Aussicht genießen, ein bisschen die Landschaft anschauen und anschließend wieder hinunter zur Station.

Damit war der erste Teil unseres Funktages abgeschlossen.

Die Ausrüstung wurde wieder zusammengepackt und anschließend ging es weiter zur nächsten Referenz, die ungefähr 20 Kilometer entfernt lag.

Darüber gibt es dann den nächsten Bericht.

Ein gelungener Start in den Aktivierungstag

Der Große Kornberg hat sich diesmal wieder von seiner angenehmen Seite gezeigt.

Schönes Wetter, eine entspannte gemeinsame Tour mit Marco und vor allem ein Funkbetrieb, bei dem die QSOs auf 40 und 20 Meter in SSB zügig ins Log kamen.

Dazu die Kombination aus SOTA, zwei POTA-Referenzen und WWFF sowie zum Abschluss noch der Ausblick vom Turm.

So kann ein Aktivierungstag gerne beginnen.

Verwendetes Equipment:

  • Yaesu FT-891 Transceiver
  • JPC-12 Antenne
  • IPad mit App: Ham2K
  • LiFePo4 Akku 8 Ah
  • Radtel RT-950 Pro (für APRS)