2016 – Die Hochphase meiner SOTA-Aktivitäten

Ochsenkopf Sendemast links im Bild, im Januar 2016 sehr kalt, Schnee.

Ein Jahr mit vielen Gipfeln, Kilometern und Funkverbindungen

Nach meinen ersten Erfahrungen mit Summits on the Air im Jahr 2015 ging es 2016 richtig los. Mit insgesamt 28 SOTA-Aktivierungen war dies mein bislang aktivstes Jahr. Entsprechend viele Kilometer kamen zusammen, viel Zeit floss in Planung, Anfahrt und Aufstieg – und natürlich ging bei den zahlreichen Fahrten auch einiges an Benzin durch den Tank.

Rückblickend war 2016 für mich die eigentliche Hochphase meiner SOTA-Aktivitäten. Ich war viel unterwegs, lernte neue Regionen und Gipfel kennen und sammelte immer mehr Erfahrung mit dem portablen Funkbetrieb.

Neue Möglichkeiten durch die Lizenzerweiterung

Ein wesentlicher Unterschied zum Vorjahr waren die erweiterten Möglichkeiten durch meine Lizenzaufstockung. Während meine ersten SOTA-Aktivierungen noch stark von 2-Meter-FM geprägt waren, konnte ich nun zunehmend weitere Bänder und Betriebsarten nutzen.

Vor allem auf Kurzwelle ergaben sich dadurch ganz neue Möglichkeiten. Größere Entfernungen waren kein Problem mehr und die Zahl der erreichbaren Chaser nahm entsprechend zu. Gleichzeitig wuchs mit jeder Tour die Erfahrung beim Aufbau und Betrieb einer portablen Station.

28 Aktivierungen in einem Jahr

Ein Blick auf mein damaliges Log zeigt heute erst richtig, wie intensiv ich 2016 unterwegs war. Insgesamt kamen 28 Aktivierungen zusammen:

  • 03.01.2016 – DM/BM-160 – Ochsenkopf
  • 17.01.2016 – DM/BM-338 – Armesberg
  • 17.01.2016 – DM/BM-337 – Hesserberg
  • 09.06.2016 – DM/BM-174 – Platte
  • 20.06.2016 – DM/BM-345 – Kalvarienberg
  • 20.06.2016 – DM/BM-339 – Rauher Kulm
  • 22.06.2016 – DM/BM-323 – Entenbühl
  • 22.06.2016 – DM/BM-321 – Fahrenberg
  • 23.06.2016 – DM/BM-165 – Waldstein
  • 03.07.2016 – DM/BM-161 – Schneeberg
  • 10.07.2016 – DM/BM-153 – Großer Kornberg
  • 31.07.2016 – DM/BM-349 – Rotbühl
  • 07.08.2016 – DM/BM-154 – Kösseine
  • 15.08.2016 – OK/KA-026 – Tišina
  • 16.08.2016 – OK/PL-027 – Na výšině
  • 16.08.2016 – OK/PL-039 – Jezvinec
  • 17.08.2016 – OK/KA-045 – Výhledy
  • 18.08.2016 – OK/PL-024 – Knížecí strom
  • 20.08.2016 – OK/KA-031 – Kozák
  • 20.08.2016 – OK/KA-008 – Lesný
  • 20.08.2016 – OK/KA-009 – Lysina
  • 21.08.2016 – OK/KA-023 – U tří křížů
  • 21.08.2016 – OK/KA-017 – Vlčí hřbet
  • 24.08.2016 – OK/KA-020 – Chrudim
  • 30.08.2016 – OK/PL-020 – Málkovský vrch
  • 30.08.2016 – OK/PL-022 – Přimda
  • 10.09.2016 – OK/KA-037 – Štítarský vrch
  • 10.09.2016 – OK/KA-039 – Stráž

Gerade die Liste zeigt, wie groß der Aktionsradius in diesem Jahr geworden war. Neben zahlreichen Gipfeln in Nordostbayern führten mich meine Touren immer wieder über die Grenze nach Tschechien. SOTA war damit längst mehr als nur ein kurzer Funkausflug in der näheren Umgebung.

Viele Kilometer für SOTA

Die intensive Aktivität bedeutete natürlich auch einen entsprechenden Aufwand. Für manche Gipfel waren längere Anfahrten notwendig, anschließend musste die Ausrüstung noch zum eigentlichen Aktivierungsstandort gebracht werden.

So kamen über das Jahr sehr viele Kilometer zusammen. Dazu die Kosten für Benzin und vor allem jede Menge Zeit. Planung, Anreise, Aufstieg, Funkbetrieb und Rückfahrt machten aus einer Aktivierung schnell einen großen Teil des Tages.

Trotzdem habe ich das damals gerne auf mich genommen. Durch SOTA bin ich in Gegenden gekommen, die ich ansonsten vermutlich nie oder zumindest nicht so gezielt besucht hätte. Genau diese Verbindung aus Unterwegssein, Natur, Technik und Amateurfunk machte für mich einen großen Teil des Reizes aus.

Aus den ersten Versuchen wurde Routine

Während 2015 noch vieles neu war und ausprobiert werden musste, hatte sich 2016 bereits eine gewisse Routine eingestellt. Der Stationsaufbau ging leichter von der Hand und ich konnte besser einschätzen, welche Ausrüstung für eine Tour sinnvoll war.

Trotz aller Erfahrung blieb jede Aktivierung ein Stück weit unberechenbar. Mal waren die Bedingungen hervorragend und die Chaser standen schnell Schlange, ein anderes Mal musste man sich die notwendigen QSOs mühsam erarbeiten. Auch Wetter, Standort und Ausbreitungsbedingungen spielten schließlich jedes Mal eine Rolle.

Eine Zeit, an die ich gerne zurückdenke

Mit 28 Aktivierungen war 2016 der Höhepunkt meiner damaligen SOTA-Aktivität. Zum Vergleich: Im Einstiegsjahr 2015 waren es 16 Aktivierungen. Die Statistik zeigt damit ziemlich deutlich, wie intensiv ich mich in dieser Zeit mit SOTA beschäftigt habe. Die SOTA-Datenbank selbst versteht das Programm dabei ausdrücklich nicht als Wettbewerb, sondern als Möglichkeit, sich eigene Ziele zu setzen und diese im persönlichen Tempo zu verfolgen.

Natürlich lassen sich nach zehn Jahren nicht mehr alle Einzelheiten jeder Tour aus dem Gedächtnis rekonstruieren. Deshalb fasse ich auch dieses Jahr als Rückblick zusammen, anstatt aus jeder einzelnen Aktivierung nachträglich einen eigenen Bericht zu machen. Einige der damals entstandenen Fotos werden diesen Beitrag noch ergänzen.

Was geblieben ist, sind viele gute Erinnerungen. 2016 war die Hochzeit meiner SOTA-Aktivitäten – mit zahlreichen Gipfeln, vielen Kilometern, einer Menge Funkbetrieb und ebenso vielen Erlebnissen unterwegs.

Mein damaliges Ghost Mountain Bike bei einer SOTA Aktivierung in CZ.
Bereit zur Abfahrt – OK/KA-020 Chrudim

Es war teilweise anstrengend und mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden. Aber es war eine tolle Zeit, an die ich auch heute noch sehr gerne zurückdenke.

73 de DG4KAI

Übersicht über meine SOTA-Aktivierungen in 2016